Turnier-Erlös geht an „Mittagstisch für Kinder der Diakonie“: Lions Club Bielefeld Leineweber spendet 5.000 Euro

5000,- Euro für einen guten Zweck: Karl Wendt (l.) überreicht den Spendenscheck des Lions Club Bielefeld Leineweber an Benjamin Varnholt vom DiakonieVerband Brackwede. Foto: Diakonie Gütersloh

Bielefeld-Brackwede, 18. Mai 2020. „5.000,- Euro. Damit hatten wir gar nicht gerechnet!“ Hochzufrieden überreichte Karl Wendt im Namen des Lions Club Bielefeld Leineweber einen gehaltvollen Spendenscheckan den DiakonieVerband Brackwede. Die Lions unterstützen damit den „Mittagstisch für Kinder der Diakonie“ im Bielefelder Süden. Der Erlös stammt aus einem Benefiz-Golfturnier, dem „Bielefelder Lions Golf Cup“.

44 Teilnehmer aus Ostwestfalen hatten sich dafür im Oktober 2019 auf dem Platz des Bielefelder Golfclubs am Teutoburger Wald ins Zeug gelegt. 22 Sponsoren unterstützten das Turnier. „Der Golfclub selbst hat wieder einmal auf die Platzmiete verzichtet“, freute sich Karl Wendt.

 

Zum siebten Mal für die gute Sache im Einsatz

Der 71-Jährige war ursprünglich auch Ideengeber für den karitativen Wettbewerb. Nach wie vor hat er bei den Lions den Hut auf in Sachen Organisation des Benefiz-Golfturniers. Der „Mittagstisch für Kinder“ ist dem Anwalt und Notar a. D. seit Jahren ein persönliches Anliegen – und der aktuelle Spendenscheck daher schon der siebte an den DiakonieVerband Brackwede. „Ich erinnere unsere 38 Mitglieder immer wieder an den Mittagstisch für Kinder und erhalte volle Unterstützung – auch von unserem Präsidenten Dr. Christian Jäcker“, betonte Karl Wendt. In diesem Jahre müsse das Golfturnier leider ausfallen – wegen der Corona-Pandemie. Was eine Austragung in 2021 angeht, zeigte sich das Lions-Mitglied aber zuversichtlich.

 

Mehr als nur den Hunger stillen

Für den DiakonieVerband Brackwede nahm Benjamin Varnholt den Spendenscheck entgegen. Der Geschäftsbereichsleiter Beratung bedankte sich für die großzügige Unterstützung. „Sie tragen damit dazu bei, dass Kinder und Jugendliche, die sich nicht auf der Sonnenseite des Lebens befinden, zusammen essen können und soziale Gemeinschaft, Bewegungsangebote und vielfältige Freizeitaktivitäten erleben“, sagte er. „Viele Kinder haben gerade nach Ende des Unterrichts nicht nur großen Hunger, sondern auch ein großes Mitteilungsbedürfnis.“ Der gespendete Betrag selbst werde ausschließlich für die Mittagsmahlzeiten verwendet.

 

Ausgabe an Standorten in Brackwede, Senne und Sennestadt

Das Projekt „Mittagstisch“ finanziert sich seit 2007 ausschließlich durch Spenden. Zu den treuen Unterstützern zählt beispielsweise auch der Brackweder Hof. An sechs Standorten in Brackwede, Senne und Sennestadt werden normalerweise täglich von montags bis freitags rund 120 Mittagessen ausgegeben.

 

Einrichtungen derzeit wegen Corona geschlossen

Doch aufgrund eines Erlasses des Landes NRW wurden diese Häuser der offenen Tür, kurz HoT genannt, zum 16. März 2020 wegen der Corona-Pandemie geschlossen. Ein Angebot, das von Kindern und Jugendlichen in Anspruch genommen und stark vermisst wird. Denn dort erhielten vor allem Kinder im Grundschul-Alter, die aus benachteiligten Familien kommen und von Angeboten der Schule beziehungsweise der OGS „nicht erreicht werden“, ein warmes Mittagessen.

„Durch die Schließung der Einrichtungen vermuten wir einen weiteren Anstieg von Kindern und Jugendlichen, die in vielerlei Hinsicht sehr unter der sozialen Distanz leiden“, befürchtet Benjamin Varnholt. „Auf Grund der prekären Lebensumstände sind sie dringend auf Unterstützung angewiesen.“

 

Neustart frühestens im Laufe des Monats Juni

Umso erfreulicher klingt die Perspektive: In Absprache mit dem Jugendamt und den Infektionsschutzbehörden sollen die HoTs für die offene Kinder- und Jugendarbeit des DiakonieVerbands nach und nach wieder öffnen. „Nach neuesten Erkenntnissen planen wir eine behutsame, sukzessive Öffnung frühestens im Laufe des Monats Juni“, kündigte Benjamin Varnholt an. „Dazu werden wir den Bedarf neu bewerten und das Mittagstisch-Angebot voraussichtlich in abgewandelter Form anbieten.“